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Thursday, 18 December 2014

Querbeat

Musikalische Leitung: Sebastian Hernandez-Laverny
Künstlerische Leitung: Axel Goldbeck
Theater: Staatstheater Mainz
Premiere: 21.11.2014

Inhalt: Nüschts - ist als "Abend mit Sängern, Schauspielern und dem Philharmonischen Orchester Mainz" tituliert.



was mir gefallen hat: Mixe populäre Titel aus der Klassik mit Pop, lasse eine Ballerina singen, Opernsänger headbangen, einen Bratscher swingen und orchestriere Popsongs mit großem Orchester - da kann eigentlich nix schiefgehen.

was mir nicht gefallen hat: Eigentlich...von musikalischer Seite her tut es das auch nicht aber der rote Faden! Ok, bei einem Konzert muss es keinen zwingend geben aber hier haben wir es mit einem äußerst merkwürdigen Mischwesen zu tun. Es gibt einen "Kellner" der die Moderationen abliest (!!!) und ganz lose versucht die Überleitungen einzufädeln und gleichzeitig Witzchen zu machen. Kann er leider beides nicht, es wirkt gequält und peinlich. In einer Fastnachtshochburg wie Mainz wird es doch wohl möglich sein da jemanden mit mehr Esprit zu finden, oder?

Fazit: Ein netter Abend den ich mit einigen Ohrwürmern verlassen habe, trotzdem wäre da viel mehr drin gewesen! Schon drollig wenn ein 70+ Publikum zu Rihanna mitklatscht und Meat Loaf als "modern" tituliert...
Auch wenn mich der fehlende Humor wahnsinnig gestört hat - spätestens beim Opernhünen der sein langes Haar zu Metallica geschüttelt hat, war es um mich geschehen.

Und wer nun Interesse bekommen hat (und über ein wenig Zeit verfügt) - hier ein Video nach dem man eigentlich schon alles nennenswerte gesehen hat (nach ca. 4 Minuten geht´s los)


Monday, 24 November 2014

Ich bin, was ich bin. Mein Leben.

Autor: Uwe Kröger, Claudio Honsal
veröffentlicht: 2014



Inhalt:
Uwe Kröger ist der Inbegriff des Musicaldarstellers: Er begeisterte als Originalbesetzung in 4 Weltpremieren: "Elisabeth", "Mozart!", "Rebecca", "Der Besuch der alten Dame", in 6 deutschsprachigen Erstaufführungen: "Miss Saigon", "Sunset Boulevard", "The Wild Party", "3 Musketiere", "Rudolf", "The Addams Family". Er war 1988 erster deutscher Rusty im Bochumer "Starlight Express", 1997 das Biest in der deutschen Erstaufführung von "Die Schöne und das Biest", 2000 Titelfigur in "Napoleon" am Londoner Westend und 2007 Professor van Helsing bei der österreichischen Uraufführung von "Dracula". Als gefeierter Charakterdarsteller bleibt er unvergessen in Musicalwelthits wie "Les Miserables", "Hairspray", "Sound Of Music" oder "La Cage Aux Folles". Er urteilte als Juror in der ZDF-Show "Musical Showstar 2008" und überzeugte 2011 im ORF als "Dancing Star". Doch es gibt auch einen anderen Uwe Kröger abseits der großen Showbühne. Den nachdenklichen Menschen, den schüchternen Romantiker, den guten Freund, den ambitionierten Modeexperten oder den liebenden Lebensgefährten, der bislang kaum hinter private Kulissen blicken ließ. Anlässlich seines 50. Geburtstags resümiert er seine wichtigsten Lebensstationen, ergänzt von Familie, Kollegen und Freunden wie Pia Douwes, Michael Kunze, Sylvester Levay oder Peter Weck. "Ich bin, was ich bin" gewährt Einblick in das Phänomen Uwe Kröger und zeichnet das berührende Lebensbild eines großen Künstlers.


was mir gefallen hat: Falls man immer schon einmal eine genaue Auflistung aller gespielten Rollen und Stationen im Leben von Uwe Kröger gesucht hat, hier findet man sie, gespickt mit einigen Privat- und Bühnenfotos. Niemand wird schlecht gemacht, es finden sich keine offenen Anfeindungen im Text was gerade in dieser Branche sehr positiv zu bermerken ist.

was mir nicht gefallen hat: Wo soll ich beginnen? Die Einteilung in thematische Bereiche anstelle einer zeitlichen Chronologie ist nicht schlecht, liest sich jedoch "unrund". Der Schreibstil und die Sprache (den man wohl eher dem Autor Claudio Honsal statt Kröger zuzuschreiben hat) ist sehr österreichisch jedoch ohne jegliche Eleganz und Charme. Ich war nie ergriffen, habe nie gelacht und hatte erst recht nie das Gefühl unbedingt weiterlesen zu müssen. Wichtige Momente im Leben werden kurz abgehandelt, stattdessen gibt es "witzige" Momente wie z.B. der als Tom Hanks in einem Restaurant den Tisch nebenan reserviert hatte. Aaahja, in meinen Augen ein völlig unsinniges namedropping.
Humorlos, holprig, selbst-verliebt und langweilig - nach 50 doch so ereignisreichen Jahren und einem im Grunde doch sympathischen (wenn auch oft arrogant wirkenden) Mann eine vertane Chance.

Drei Fehler sind mir auch ins Auge gesprungen:
1. Er berichtet von seiner Schwester, die in Bad Schwalbach in der Eifel lebt - also als ich das letzte Mal mit Bad Schwalbach zu tun hatte, lag es definitiv noch im Taunus.
2. Auf einem Foto von ihm als Joe Gillis in "Sunset Boulevard" ist nicht wie beschrieben Helen Schneider sondern Daniela Ziegler als Norma Desmond zu sehen
3. Seine Haare werden als "blond und spicy" bezeichnet - ich denke mal das "spiky" gemeint war...

Fazit: Selten ist mir eine kurze Review so schwer gefallen wie dieses Mal.
Ich mag und schätze Uwe Kröger und verdanke ihm eine wundervolle Fanzeit in den 1990ern die einerseits mein Interesse am Musical entfachte und andererseits ein klopfendes Herz, eine Fanclub-Mitgliedschaft und Ordner voller Zeitungsausschnitte bescherte. Dies möchte ich nicht missen, Uwe war sozusagen mein Backstreetboy.
Trotzdem fand ich das Buch schlecht lektoriert, langweilig, selbst-beweihräuchernd und überteuert. Mein Eindruck ist, dass noch schnell vor dem runden Geburtstag und passend fuer's Weihnachtsgeschäft dieses Buch rausgehauen werden musste ohne Rücksicht auf Verluste.
Die "echten" Fans werden es lieben und kein Quentchen Kritik daran zulassen aber ich bin doch sehr enttäuscht. Schade.

Thursday, 6 November 2014

Die Dreigroschenoper

Autor: Bertold Brecht
Musik: Kurt Weill
Theater: Hessisches Staatstheater Wiesbaden
Regie: Thorleifur Örn Arnarsson
Premiere: 13.09.2014




Inhalt: 
Auf der einen Seite steht Großunternehmer Peachum, der ein florierendes Geschäft führt, indem er seine »Mitarbeiter« als möglichst bemitleidenswerte Bettler ausstaffiert und inszeniert, um möglichst hohen Gewinn zu erzielen. Auf der anderen Seite agiert Mackie Messer als Chef der Gangster: Seine »Angestellten« besorgen für ihn Mord und Diebstahl, denn »nur wer im Wohlstand lebt, lebt angenehm«.
Jetzt hat Mackie einmal selbst einen (ganz besonderen) Coup gelandet und Peachums nicht nur seligstes, sondern auch einträglichstes Gut – die schöne Tochter – geraubt. Und zudem geheiratet! Er wird ihr Luxus bieten – und pure Romantik, so denkt es sich Polly. Doch für ihren Vater ist diese Verbindung untragbar. Und Peachum ist gerissen, er weiß, die Welt zu lenken. Mackie wird büßen müssen.

was mir gefallen hat: Gleich zu Beginn wird ganz klar gemacht: Wir tun hier alle so als würden wir die Dreigroschenoper geben aber komm ja nicht auf die Idee nun mit einer "echten" Geschichte unterhalten zu werden. Der erfahrene Theatergänger nickt nun wissend und denkt an den berühmten V-Effekt von Brecht. Und dieser Effekt bestimmt jede einzelne Szene was zeitweise extrem lustig sein kann (z.B. mitten in der Handlung "Oh, der lange Tisch. Ist der aus der Oper? Ja, "Frau ohne Schatten" Schön!).

was mir nicht gefallen hat: Aufgrund der vielen visuellen wie auch stilistischen Scherze rücken die eigentliche Handlung und die Musik komplett in den Hintergrund. Bis der Abend so richtig in die Gänge kommt, vergeht auch etwas Zeit (Sitzfleisch sollte man bei 190min und der Pause nach 130Min sowieso mitbringen). Die Textverständlichkeit auf den billigen Plätzen lies mal wieder zu wünschen übrig aber das ist ein altes architektonisch bedingtes Problem.



Fazit: Wenn man willens ist sich mit Brecht's Theaterkonzepten auseinanderzusetzen dann ist der Abend ein Fest. Die Theaterwissenschaftlerin in mir hat eine riesige Party gefeiert.
Ich musste zugegebenermaßen erst warm werden mit dem Stil der Inszenierung aber dann habe ich viel gelacht (als einzige in meiner Umgebung, hmm) und war stellenweise ganz hingerissen von den kreativen und genialen Regieeinfällen.
Spannend, anstrengend, lustig, anregend und extrem unterhaltsam - große Klasse!

PS: Besonders nachdenklich gestimmt hat mich ein Moment als Polizeichef Brown, bzw. der Schaupieler Janning Kahnert, mal wieder ausbricht aus seiner Rolle und Peachum anschreit nach dem Motto "Du mit deiner beschissenen Werktreue! Ich bin hier wenn ich mich aufrege doch näher an Brecht dran als du mit deiner schicken Ausgabe!"
Ja, da gehen einem spontan wieder potentielle Hausarbeitsthemen durch den Kopf ;-)

Sunday, 26 October 2014

Superhero

Vergangene Woche hatte ich die besondere Gelegenheit zwei Theateraufführungen die auf demselben Buch basieren in unterschiedlichen Versionen zu erleben und direkt vergleichen zu können, eine spannende Erfahrung (die Frage warum sich die benachbarten Häuser in Wiesbaden und Mainz nicht besser absprechen bleibt offen)!

Superhero

Autor: Anthony McCarten
Inhalt: Donald Delpe ist vierzehn Jahre alt und wie bei allen Vierzehnjährigen kreisen seine ­Gedanken nur um ein Thema: Sex. Aber ein Mädchen ­kennen zu lernen ist schwer, wenn man ein so schräger Vogel ist wie er: Stöpsel in den Ohren, Strickmütze tief in die Stirn gezogen, treibt er ziellos durch die trostlosen Straßen seiner Stadt. Donald hat Krebs. Durch die Therapie hat er alle Haare ver­loren. Nicht eben leicht, mit dem Aussehen ein Mädchen ­anzusprechen. Und ihm bleibt nur noch wenig Zeit. Helfen kann da nur einer: Miracleman, ein unverwundbarer Superheld, den Donald selbst erschaffen und gezeichnet hat. Donald verschwindet immer tiefer in ­seiner Comic-­Parallelwelt, wo alles möglich scheint, was die reale Welt nicht bietet. Erst der verklemmte ­Psychologe Dr. Adrian King ­erkennt nicht nur das ungewöhnliche Talent ­seines Patienten, ­sondern auch dessen Sehnsüchte. Mit unorthodoxen Mitteln will er seinem Patienten den ­letzten großen Wunsch erfüllen, auch wenn das seine Karriere gefährden könnte...

Staatstheater Mainz


Regie: Markolf Naujoks
Premiere: 10.10.2014

was mir gefallen hat: Die nur vier Schauspieler wechseln von Rolle zu Rolle und dies immer glaubwürdig und überzeugend. Da braucht es kaum Kulisse oder Kostüm, fantastisch.
Ich hatte große Angst vor dieser vormittäglichen Schulaufführung: Zwei Klassen von ca. 14 Jahren und dann "ficken" in jedem zweiten Satz...aber, oh Wunder, es herrschte Ruhe und alle waren voll mit dabei, Chapeau!

was mir nicht gefallen hat: Tatsächlich fand ich alles rundherum gelungen.


Staatstheater Wiesbaden




Regie:
Iris Limbarth
Musik und Liedtexte: Paul Graham Brown (deutsch von Nina Schneider)
Premiere:

was mir gefallen hat: Die Szene wenn Vater und sein todkranker Sohn zusammen einen Joint war anrührend.

was mir nicht gefallen hat: Es ist immer schwer ein junges Ensemble das aus vornehmlich engagierten Laien besteht zu kritisieren, aber ich wage es trotzdem. Die Musik ist belanglos, das Rappen wirkt angestrengt, der Gesang war in der von mir besuchten Aufführung nicht auf der Höhe und die mangelnden schauspielerischen Fähigkeit fallen bei einer traurigen Story einfach zu sehr ins Gewicht. Die Balance zwischen Humor und Trauer und Realität und Comicwelt, verwässert hier.


Fazit:
Es ist schon erstaunlich um wie viel glaubwürdiger ein Schauspieler von 33 Jahren in Mainz einen 14Jährigen mimt im Vergleich mit einem real 16Jährigen in Wiesbaden.
Ein Stück das im Moment vollkommen zu recht populär ist - warum man jedoch ein Musical draus machen musste, bleibt mir schleierhaft. Die Mainzer Inszenierung schafft es trotz der derben Sprache eine zarte, nahtlos fließende, humorvolle und bewegende Geschichte zu erzählen die auch für Erwachsene relevant ist. Im Musical versinkt alles in einem Einheitsbrei aus lahmer Tanzerei und Texten wie "Sex ist ein Wettkampf bei dem beide den anderen gewinnen lassen wollen", hmmpf.

Tuesday, 7 October 2014

Technik die begeistert

Here I am sitting, blogging, drinking tea and suddenly I hear music...

...it is coming from somewhere in the house, it sounds very cheerful in an artificial way as if an old-style Gameboy would be left playing, I know the melody

After a few surprised moments I get to the bottom of this -
no Gameboy, no ghost and not my mind telling me that I´ve lost it completely now, no:

It´s the new washing machine telling me that it is done!

Amazing


Thursday, 7 August 2014

You'll find there's never a dull moment in this house...

To all the "Downton Abbey" lovers out there (and I know there are quite a few :-)) - isn't this done just brilliantly!?!



Sunday, 3 August 2014

wormery

I can't imagine a day without being tormented, entertained, amused or at least accompanied by one or more earworms - snippets of songs that suddenly appear in my head, stick there, and then make place for another one.
Sometimes I can understand their origin - a song that played in a driving by car, a radio advert or the song that woke you as an alarm in the morning.
Other times it is completely random. Suddenly this melody pops up and there it is.
Of course it is never a full song, no, normally it's one line that "plays" in an endless loop in my ear.
It's not something I ever thought about lots but recently I talked to someone (can't even remember who it was - probably my current earworm at the time was just singing too loudly) and he or she said "No, I don't often get them".
I wonder now, is it not normal to have music in your brain pretty much all of the time when you are awake?

As a glimpse into my potentially abnormal and weird soul - here is yesterday's playlist:

in the morning it was this, no idea where I picked it up (but I like it)



later and only for a short time it was, another "favourite" of mine (I can't even click on the video now otherwise it is back and here to stay)




for an even shorter time it was this because the traffic lights beep in the exact same rhythm




then  popped up, why? No idea...


to bed I went with the help of, a re-occuring friend



Tell me, are there similar parties going on between your ears?

PS: I know that earworm is not exactly a standart British word but "catchy tune" or "haunting melody" simply don't have the same ring to them. 

Sunday, 6 July 2014

KAPELLE EIDGENÖSSISCH MOOS

author: Ruedi Häusermann
theatre/ensemble: Kapelle Eidgenössisch Moos

seen on 22th June in Wiesbaden during the  New Plays From Europe Festival



plot: Ruedi Häusermann (musician/director), Herwig Ursin (musician/actor) and Jan Ratschko (musician/actor) dedicate this performance to their secret passion, the Swiss folk-dance Ländler. Eidgenössisch Moos is a Ländler band, but not one of the conventional kind. In the spirit of experimentation, they open our minds to peripheral matters, interference and friction, creating space for the wayward and rattling local traditions. “Our theatre work can be seen as an attempt to recapture. Not by accusing a way of thinking that is alien to us, but by making it clear that an ‘ideal world’ means something quite different to us. We want to show these ‘sole tenants of all things Swiss’ that they don’t own this music. It’s a cultural asset – a magnificent cultural asset!”

verdict: It was a nice show - but not a play. Quirky and creative ideas like drawing a mountain scene live on the overhead projector or inventing new musical instruments are wonderful and together with the beautiful singing and traditional Swiss folk music it alltogether created a humorous and atmospheric evening. It is misleading though to look for a play, a plot, in this. There is the vague story of a cancelled gig but you can ignore this. A very different evening which I enjoyed (and even understood the Schwyzerdütsch!) but it might not have been the best choice for this festival.

Monday, 2 June 2014

Vollmond

Ein Stück von Pina Bausch
Premiere: 11. Mai 2006 im Schauspielhaus Wuppertal

gesehen am 1.6.2014 im Rahmen der Internationalen Maifestspiele in Wiesbaden 



Inhalt:
‚Vollmond‘ ist eines der späten Stücke Pina Bauschs. Uraufgeführt 2006, zeigt es ihre Kunst in voller Blüte. Eine überschäumende Musik von Amon Tobin, Alexander Balanescu, René Aubry, Tom Waits und vielen anderen bestimmt das Stück, genau so wie das Bühnenbild von Bauschs langjährigem Mitarbeiter Peter Pabst. ‚Ich bin jung. Es ist alles voller Versprechungen. Meine Gedanken fliegen hoch. Und mein Körper ist stark‘, ruft eine der Tänzerinnen auf der Bühne und zeigt die emotionale Kraft, mit der der Vollmond die zwölf Tänzerinnen und Tänzer des Tanztheaters Wuppertal antreibt. Sie treten auf zu expressiven Soli, zu spielerischen und absurden Begegnungen, zu zweit oder dritt. Die meiste Zeit regnet es in dieser Vollmondnacht auf der Bühne, und die Tänzer werfen sich mit der ganzen Wucht ihrer Körpersprache in dieses Stück, klettern über den riesigen Felsen, rutschen den Boden entlang, werden nass und toben am Ende durchs Wasser, als sei dies ihr eigentliches Element. Sie sind in einer silbernen Landschaft dem Regen und schließlich dem Orkan ausgeliefert, der über die Bühne fegt. Männer und Frauen sind einander verfallen, suchen fieberhaft nach der Liebe: der Kampf der Geschlechter als Zentrum der Beziehungen. So spielerisch das Stück beginnt, so wild und ungezügelt wird es gegen Ende, wenn die Darsteller bis zur Verausgabung tanzen. 

was mir gefallen hat: Ich mag an Pina Bausch´s Werken das sie so herrlich vage, absurd, humorvoll und "einlullend" (auf eine gute Art und Weise ) sind und dies war auch hier der Fall. Das viele Wasser auf der Bühne führte zu unzähligen Momenten in denen ich meine Seele verkauft hätte nur um vom Bühnenrand aus Fotografieren zu dürfen. Das hypnotische Stück (siehe unten) aus Wim Wenders Film über Bausch war auch Bestandteil und schwirrt mir seitdem wieder extremst im Kopf herum.



was mir nicht gefallen hat: Irgendwie gab es gerade gegen Ende zu viel Wasser Action auf der Bühne was auf Kosten der kleinen feinen Gesten und Details ging. Der Funke ist auf mich nicht 100% übergesprungen was vielleicht auch am recht abrupten Wechsel zwischen den einzelnen Musikstücken gelegen haben kann. Eine große "Schuld" trifft auch meinen Sitzplatz direkt unterm Dach des großen Hauses auf dem es zunehmends stickiger und wärmer wurde was meiner Konzentration keinen Gefallen getan hat.

Fazit: Ich bin und bleibe Pina Bausch Fan und bin auch froh die Gelegenheit gehabt zu haben "Vollmond" zu sehen -  die ganz große Begeisterung blieb diesmal jedoch aus.

Tuesday, 13 May 2014

Woyzeck

Nach dem Stueck von Georg Büchner
Musik:Tom Waits
Theater: Staatstheater Mainz
Regie: Hakan Savas Mican
Premiere: 21.3.2014


Inhalt:
Woyzeck ist ein Getriebener seiner eigenen Lebensumstände: vom Hauptmann gedemütigt, vom Doctor für medizinisch-zynische Erbsen-Experimente missbraucht, von Eifersucht auf den Tambourmajor in den Wahnsinn getrieben. Alles für seine Geliebte Marie und das gemeinsame Kind. Je radikaler er durch sein Leben gehetzt wird, desto tiefer rutscht er in eine Traumwelt. Woyzeck wird ganz Kreatur, die sich selbst nicht mehr (be)greifen kann: „Jeder Mensch ist ein Abgrund, es schwindelt einem, wenn man hinabsieht.“ Als Marie ihn verlässt, ist das Maß voll: die Erniedrigungen, die Zwänge, die Einsamkeit. Der Underdog, die geschundene Seele, setzt an zum fürchterlichen Befreiungsschlag

was mir gefallen hat: Mal wieder eine ziemlich leere Bühne die tristen Charme mit Leuchtreklame und Regenpfützen versprüht. Die Schauspieler sind erneut grossartig...

was mir nicht gefallen hat: ...ich hätte sie nur gerne in einer "reinen" Schauspielversion erlebt da gerade Felix Mühlen ein so ganz anderer Typ "Woyzeck" ist als ich ihn kenne und mich sehr überzeugt hat. Eigentlich trägt Musik ja meist zur Kurzweile bei aber hier ist das Gegenteil der Fall - es zieht sich und lenkt den Blick ab vom wesentlichen.

Fazit: Die Idee den guten alten Woyzeck mit Tom Waits zu bereichern ist an sich super und das Ergebnis kann sich auch durchaus sehen und hören lassen da ich sowohl Büchner als auch Tom Waits mag  - nur eine wirklich neue Sicht auf die bekannte Geschichte ergibt sich nicht und damit leider auch kein bleibender Eindruck.

PS: Hier ist noch der Trailer den ich mal wieder nicht einbetten kann

Tuesday, 29 April 2014

I´m gonna burn this city, burn this city




Can´t believe it´s already a month ago that I went to the fantastic Franz Ferdinand concert in Wiesbaden (sometimes I feel that when you live two lives at once - which I´m basically doing - time is going twice as fast).
I have been to a fair number of very different concerts over the years and the Glaswegian band "Franz Ferdinand" was always on my list since falling in love with their debut album in 2004.

To put it in a nutshell (really, is anybody in real life ever using this phrase or is it an invention of language teaching classes only?!?): It was brilliant!



The support band "Teleman" was quite good  - they came from London and they won me over by that only. We managed to stand only 3-4 meters away from the stage so I had the best view and most "intimate" experience I ever had at a similar concert.
What can I say apart from that they rocked (gained a whistle in my ear that lasted till the next afternoon).
Over 100min of great great music played with precision and passion.



Next time the guys will go on tour, I will be there too!

Thursday, 24 April 2014

La Traviata

Theater: Staatstheater Mainz
Musik: Giuseppe Verdi
Regie: Vera Nemirova
Premiere: 11.1.2014



Inhalt: Eine Geschichte aus der Pariser Halbwelt des 19. Jahrhunderts. Violetta Valéry gehört zu den großen Kurtisanen der Gesellschaft – bis sie Alfredo Germont trifft und ihr bisheriges Leben aufgibt, da sie zum ersten Mal echte Liebe empfindet. Doch Alfredos Vater verlangt, dass sie seinen Sohn wieder freigibt, um seine Familie nicht zu kompromittieren. Violetta, bereits von der Tuberkulose gezeichnet, beugt sich dem moralischen Druck.

was mir gefallen hat: Vida Mikneviciute als Violetta war der Wahnsinn - sie kann sowohl spielen als auch das Theater zum Einstürzen singen, umwerfend. Auch das Orchester war sehr gut (soweit ich das als Laie beurteilen kann) und Heiki Kilpeläinen als Alfredo´s Vater war fantastisch als Bill Nighy Verschnitt mit Hornbrille.

was mir nicht gefallen hat: Thorsten Büttner als Alfredo konnte mit der stimmlichen Power seiner Angebeteten nicht so ganz mithalten.
Mein größter Kritikpunkt hat jedoch nichts mit der Aufführung in Mainz zu tun: Ich finde diese Oper ganz einfach blöd! Verdi ist nett aber berührt mich nie, sobald ich den Opernchor schon die Sektgläser in Feierlaune schwingen sehe, werde ich skeptisch und die Sterberei am Ende...da würde man irgendwann am liebsten eingreifen und die Sache beschleunigen.



Fazit: Super Aufführung mit solider Inszenierung und teils grandiosen Sängern - leider werde ich in diesem Leben wohl nicht mehr zum "La Traviata" Fanatiker - macht aber nix, davon gibt es schließlich eh schon genügend :-)

Monday, 14 April 2014

Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny

Theater: Hessisches Staatstheater Wiesbaden
Musik: Kurt Weill
Libretto: Bertold Brecht
Regie: Manfred Beilharz



Inhalt: Ein Taifun bedroht die Paradies-Stadt Mahagonny, in der die Bewohner ein beschauliches, aber zunehmend unzufriedenes Leben führen. Die Bedrohung inspiriert ein neues Gesetz: Du darfst alles! Und obwohl der Taifun die Stadt verschont, lebt man weiter nach der neuen Norm. Die Stadt blüht auf, die Bedürfnisse steigen und mit ihnen die Preise. Das bringt ein Problem mit sich: Man darf zwar alles, aber nur, wenn man es bezahlen kann! Als Jim Mahoney, der das Gesetz selbst eingeführt hat, das Geld ausgeht, wird er zum Tode verurteilt.

was mir gefallen hat: Eine Oper die mir bisher immer durch die Lappen gegangen war, nun kann ich mitreden...und den "Moon of Alabama" mitsummen. Die Regie war recht einfalls- und abwechslungsreich...
was mir nicht gefallen hat: ...konnte jedoch nicht über eine gewisse Biederheit hinwegtäuschen. So richtig gesellschaftskritisch kam das alles nicht daher und auch die mit starkem Akzent singenden und sprechenden Sänger haben mich nicht vollends überzeugt. Der knarrende Plastik Bühnenboden war mit das größte Problem! Jeder Schritt war zu hören und gerade beim Chor hat es genervt.



Fazit: Leider erneut so ein Abend der mich auf falschem Fuße erwischt hat (es muss wohl irgendein Problem gegeben haben da die Pause statt 20 satte 50Minuten dauerte was mich doch arg aus dem Konzept brachte) - ich war nicht in Brecht/Weill Stimmung und konnte damit wenig mit allem anfangen...eine zeitgemäßere und "krassere" Inszenierung hätte mehr Eindruck hinterlassen.

Sunday, 16 March 2014

zwei kleine Italiener

Spring has sprung early this year, the sun is shining, many people are outside for their lunch break.
A car drives by with it's windows down...a BMW, looking more gangster than happy soul.
He has loud music playing...



...the best moments are clearly the unforeseen and slightly absurd ones.

Wednesday, 18 December 2013

Evita

Autor: Tim Rice, Andrew Lloyd Webber
Theater: Hessisches Staatstheater Wiesbaden
Regie: Pascale-Sabine Chevroton
Premiere: 05.10.2013



Inhalt: Der schnelle Aufstieg des Mädchens Eva aus ärmlichen Verhältnissen hin zur Präsidentengattin und Ikone Evita Peron.

was mir gefallen hat: Die Idee aus der Erzählerrolle "Che" keinen hemdsärmeligen Che Guevara sondern eine Mephisto oder Tod ähnliche Gestalt zu machen ist an sich gut. Hätte er dann noch ein Quäntchen Sex Appeal und diese Gewisse etwas versprüht, wäre es noch besser gewesen.

was mir nicht gefallen hat: Wie so oft, wenn im alten Theater-Rund Musik und Gesang verstärkt werden müssen, hapert es an der Umsetzung. Der Großteil der Texte war vollkommen unverständlich, wer das Stück nicht eh schon kannte, war komplett verloren. Die Musik war sehr schlagzeuglastig. Der Gesang von der leading lady (an diesem Abend Beatrix Reiterer) war leider schlecht, in den hohen Tönen wurde gequietscht und gepresst, dass es nicht mehr schön war. Die Inszenierung an sich kommt betulich daher trotz hohem Personaleinsatz wirken die Massenszenen ärmlich. Die Tanzszenen haben mehr an Abschlussball denn Showeinlage erinnert. Wenn man einen Marsch von einem Tango Argentino fast nicht unterscheiden kann, dann läuft was schief.



Fazit: Ich weiß, daß die Evita Verfilmung mit Madonna umstritten ist und war aber in meinen Augen 100mal besser als diese blutleere Geschichte. Sehr schade, an sich bietet das Stück viel mehr auch wenn am Ende für meinen Geschmack generell etwas viel gestorben wird...dem Publikum hat es natürlich mal wieder gefallen*seufz
Großes Musical an einem Stadt-/Staatstheater ist und bleibt eine Herausforderung. Ein Opernchor wird nie einen ausgebildeten Musical Chorus ersetzen können.

Leider hat der Abend bei mir nicht nur einen leicht bitteren Nachgemack bekommen. Auf dem Nachhauseweg sah ich viel Blaulicht und eine beginnende Vollsperrung der Straße am Theater, morgens früh las ich es dann in den Nachrichten. Eine 27 Jahre alte Frau kam mit ihrem Rad aus noch ungeklärten Umständen unter einen Linienbus, wurde mitgeschleift und verstarb an der Unfallstelle. 
Mein sofortiger Verdacht bestätigte sich - sie war Mitglied des Theaterorchesters. Ich gehe mal davon aus, dass sie die Vorstellung gespielt hatte.
Irgendwie fällt es mir schwer die Vorstellung zu zerreißen wenn ich bedenke, daß eben diese Vorstellung so mit das Letzte war was diese arme Frau erlebt hat...schrecklich.

Monday, 18 November 2013

'tis the season

As you all know by now I'm anything but a Christmas lover...but one thing I have to admit: the Brits do some very impressive Christmas tv adverts.
Pompous, cheesy, long...but nice. Let's have a look for yourself and enjoy cute animals, a creepy as always Helena Bonham-Carter, one hot mad hatter and some Disney magic despite the two sissies Ant or Dec :-)




Thursday, 25 July 2013

Madness...(five years of it ;-))

Last Wednesday, on the 17th July we celebrated our 5th wedding anniversary (I´m repeating myself but where the hell has time gone?!?).
As our wedding was pretty unconventional and fantastic we celebrated in an unusual way too.
In the late afternoon we walked through the heat to the station: destination Sandown Racecourse.

For some years now the London racecourses organise music nights every summer which means horse racing from 6 to 8.30 and at 8.45 a concert - all with one sensibly priced ticket.



We went to see 70´s/80´s ska heroes Madness (which seem to be much less popular in Germany as I´m just finding out)!
What a fun day full of new experiences (very good for my resolution to do/see/try/taste/hear/feel something new every day)!
The horse racing was much less posh than you might think. No official announcements (at least not where we stood), no hats, no cucumber sandwiches...but loads of Pimm´s to drink.
Sometimes horses with their ridiculously tiny figures sitting on their backs (no offence meant but I can´t possibly call jockeys proper men...they have to weigh under 8st, it´s not normal) start running past in the distance for a minute or two. People stare at the screens, not at the actual race, quickly scream towards the end and: done.
And the winner is...as it turned out always the one we didn´t pick.
Good we didn´t bet any actual money...maybe picking horses just by their funny or pretty name is not a very successful and professional way to make money out of this ;-)
Anyway, less excitement, less glamour but I still enjoyed it as it was so different!



Than Madness started and had the whole crowd dancing, skanking and jumping.
Well, the whole crowd but me cause I´m not a public dancer and show my exaltation more introvert. A foot tapping rhythmically is as good as it gets normally.
Problem for me was the group standing next to us, some friends between 45-60 years old which I decided overhasty were harmless. How wrong I could have been - never underestimate partying Brits!
They ate and drank, and drank more, and danced, and drank more, and drank more, danced more, fell over...and drank more. Fascinating. Slightly disgusting.
The wilder their own party became the more Prussian reserved I was.
Can´t believe how people are willing to drink more than 8 (!!!) pints of expensive beer on a hot evening, embarrassing themselves and paying that much money. If there is one danger in life I´m not belonging to the risk group than it must be alcoholism.



Anyway, the concert itself was fabulous. Have to say that I didn´t know half of their songs to start with but that has changed now. Those guys still have loads of energy and even their new songs blend in well (not like some other bands were new songs get nothing more than a polite cheer).
A "Madness" concert really is a non-stop party and I enjoyed it a lot. Listening to their cd´s now it makes such a difference, they are definitely more a live band!
Was a lovely evening that I will think about for ages - my first day at the races and my first taste of "Madness" but defnitely not the last.
What a fun and suitable anniversary...



Tuesday, 23 July 2013

and I said no, no, no



Two years ago, on the 23rd July 2011 Amy Winehouse died.
The news reached me while waiting for boarding my flight to Frankfurt airport. My Mum texted me before the news screens started to report it
The first reaction was "it had to happen", the second was nevertheless a bit of a shock.
I adored her music and still do. I always felt she was someone special and extremely precious.
When I flew over London that night approaching Heathrow I looked down at the labyrinth of roads and houses and thought "down there somewhere lies the body of her now...that´s how it ended"

Two weeks ago I went to the Jewish Museum in London (which is situated rather hidden near Camden Town in London - it's not very big, costs entry free and still is very worth a visit).
They have a special exhibition about the jewish girl Amy Winehouse on at the moment. It is rather small and doesn´t display much but it struck a chord with me. Seeing photos of her as a girl, looking different than the others already. Listening to the records she loved, staring at her cd collection and wondering when and where she bought them and when did she last listen to them. Seeing one of her ridiculously tiny dresses, the Louboutins, the famous ballet slippers...
I left feeling that I wanted to know more.



Two days later I went to the library and borrowed Mitch Winehouse´s biography about his daughter. I read it very quickly and it only made me more sad.
I´m aware that his opinions are more than biased being her Dad and manager. I´m sure not everything he writes can be taken 100%  for granted. Maybe he should have handled some situations different, maybe her on/off husband Blake was that evil, maybe not...but it all doesn´t change one thing: she died too young and ain´t coming back.
I can recommend reading it to everyone who is interested in Amy Winehouse and her music. It is not written in a particulary eloquent style and sometimes it gets very tedious to read about the constant "This time I will stay clean" closely followed by the next relapse. But if it is difficult to read, how awful must those years have been for the people who loved her? Definitely a fascinating, thought provoking and sad biography and a documentation of an addicts life.

Just look at those two videos, one from 2004 when she had just recorded her first album "Frank" and another one from her last gig in Belgrad 2011...it is so sad that it gets hard to watch.



Rest in peace.

Sunday, 26 May 2013

Max Raabe und Palast Orchester

Last night, together with my husband and my father, I went to a most magnificient concert in London.
After a bit of shopping in nearby Westfield to hide from the rain and dinner at Wagamama we made our way to the Shepherds Bush Empire, a charming run-down and shabby music hall turned theatre turned concert venue. Build in 1903 it still reeks of history with its creaky chairs and the smell of beer puddles.
I'm a sucker for atmospheric places like this and was enchanted even before the concert started.



At 8 o' clock Max Raabe and his Palastorchester entered the stage and from then on it was simply fantastic and very variegated. We sat in the middle of the first level so had unobstructed view to enjoy, the audience was probably 70% English and 30% German.
What followed where two hours of old favourites in German and/or English, some less known songs, some of his own compositions and some popsongs turned into "his" style.



He is a very good singer where you never fear he might not reach a certain note. Changing from being the charming but awkward dandy to a sensitive chansonnier, from touching to fun, modern to old, danceable to a perfect sung quartet. Not one minute was boring, not one joke embarassing. His style and humour are simply unique and work no matter in which language.



When half the theatre was starting to cheer "Mein kleiner gruener Kaktus" I felt more patriotic then 100 football games or stupid anthems together will ever achieve.
They left stage, the crowd kept cheering..."This is our last song"...the left side shouting "No!", the right side shouting "Nein!. Wonderful.


A truly perfect night out! My third Max Raabe concert and definitely not my last.
(btw, the tickets were much cheaper compared to Germany)

Tuesday, 21 May 2013

Winterstürme wichen dem Wonnemond

I´m sitting at the hair dressers, surrounded by mostly old women reading their tabloids or talking about neighbour a who said something to neighbour b concerning neighbour c...
Surrounded by lots of young apprentices, very young apprentices. Some more talented then others, some brighter than others, some dressed better than others.
And me in the middle of chatter, humming hairdryers, ringing phones and clouds or hairspray...me and my earworm.
Winterstürme wichen dem Wonnemond...the "song" Siegmund sings in act 1 of Richard Wagners music drama "Die Walküre"(The Valkyrie)
In moments like this I´m feeling incredibly excentric, elitist and snobbish...and it feels great :-)